August 18

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Hamburg und Lüneburger Heide

By Karin

August 18, 2026


Kurzfristig nehme ich mir eine Woche Urlaub im August. Nach der schon länger geplanten Geburtstagsfeier mit meinen Kollegen am Freitagabend, fahren wir Samstag vor zwölf (wegen der 12-Uhr-Tankregelung) los. In Stemwede-Levern haben wir an den Rila-Werken einen Stellplatz gebucht.

Einen Zwischenstopp machen wir in Herford, Parken in Innenstadtnähe ist kein Problem. Die Stadt enttäuscht uns allerdings, sehr viele Leerstände. Nachdem wir uns bei einem Konditor Kuchen geholt haben, fahren wir die letzten 40 Kilometer über Land zu unserem Stellplatz.

Die gebuchte Nummer 15 ist frei, wir parken rückwärts, holen erstmal Tisch und Stühle raus, und essen den Kuchen. Den weiteren Nachmittag verbringen wir entspannt in der Sonne. Gegen Abend suchen wir den zu den Rila-Werken gehörenden Garten der Sinne. Der erste Weg führt uns in ein Lädchen mit allen Produkten der Feinkostfirma. Danach bummeln wir durch die ca. 20 000 Quadratmeter große Gartenanlage, welche in verschiedene Themenbereiche eingeteilt ist. Vom japanischen Garten mit Teehäuschen, einem italienischen und griechischen Teil, einem Amphoren Garten, auch Afrika und Chile sind vertreten. Es gibt sogar einen Hochzeitsgarten. Überall sind lauschige Bänke verteilt und kleine Schilder mit Gedichten der Firmeninhaberin aufgestellt.

Im Eingang ist eine Taverne eingebettet, in der es nachmittags Kaffee und Kuchen gibt und man abends essen kann.

Da wir aber genügend Reste vom Vortag dabeihaben, sehen wir uns nur den Garten an und essen am Wohnmobil zu Abend.

Sonntag

Wir können bei herrlichem Wetter draußen frühstücken. Dann suchen wir einen neuen Platz schon in Hamburgs Nähe, da Laura und Nele uns gerne schon heute besuchen kommen wollen. Wir werden im Heidecamp in Heidenau fündig und kommen fast zeitgleich mit den beiden dort an. Obwohl es einen Stellplatz vor dem CP gibt, entscheiden wir uns für den Campingplatz. Rund um den Ententeich können wir den Platz frei wählen. Als wir ein schattiges Plätzchen gefunden haben, richten wir uns ein und essen. Die Reste reichen noch immer für uns alle.

Danach machen wir uns auf den Weg zu dem zum CP gehörenden Schwimmbad. Dort ist natürlich viel los, das kleine Kinderbecken ist für Nele perfekt und sie entdeckt das Rutschen auf der Wasserrutsche. Nach einem Eis und Getränk in dem benachbarten Restaurant gehen wir wieder zum WoMo. Nach einem Spaziergang um den Ententeich und Besuch des Spielplatzes, überlegen wir, was wir essen. Wir bestellen über Lieferando etwas bei einem Inder. Laura holt es mit dem Rad am Eingang ab und wir lassen es uns schmecken.

Danach ist der Nachmittag für Laura und Nele bei uns langsam vorbei. Wir bringen sie zu ihrem Auto, verabschieden uns ausgiebig, da wir uns ja bis zum nächsten Tag nicht mehr sehen, und die zwei fahren nach Hause.

Wir sitzen noch bis zum Einbruch der Dunkelheit draußen.

Montag

Wir werden bei bewölktem Wetter wach und bis zur Abfahrt regnet es sogar immer mal. Nachdem Wim eine Runde Sport auf dem Fitnessparcours am Schwimmbad gemacht hat, frühstücken wir. Danach genießen wir noch die Ruhe auf dem Platz und lesen etwas. Gegen Mittag packen wir zusammen und machen uns auf den Weg weiter Richtung HH. Spontan überlegen wir, einen Stopp bei Ikea einzulegen, um noch Haken für unser WoMo zu besorgen.

Wir haben mit Laura abgemacht, dass wir Nele von der Kita abholen und müssen uns beeilen, um uns pünktlich mit Laura zu treffen. In der Kita ist Nele allerdings noch beim verspäteten Mittagessen und wir hätten uns gar nicht so sputen müssen. Nach einem Einkauf gehen wir nach Hause und verbringen den restlichen Nachmittag in der Wohnung, bzw. mit Nele im Innenhof auf dem kleinen Spielplatz und kochen abends lecker.

Dienstag

Wir verbringen eine ruhige Nacht in unserer Baugrube. Morgens geht es in die Wohnung. Nele ist bereits in der Kita.

Nach dem Frühstück machen Wim und ich uns mit der Bahn auf den Weg zum Isemarkt. Das ist ein Wochenmarkt unter dem Viadukt der U3 zwischen den Haltestellen Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke, der jeden Dienstag und Freitag stattfindet.

Neben den klassischen Obst- und Gemüseständen, Käse, Fleisch, Fisch, findet man auch Feinkost, Handgemachtes und Imbisse. Sehr interessant, das zu sehen. Leider auch sehr überteuerte Preise.

Anschließend suchen wir einen Kinderschuhladen, werden aber nicht fündig, trinken in einem Café etwas und entscheiden uns, weiter in das Treppenviertel nach Blankenese zu fahren. Wir steigen an den Landungsbrücken in die S1 bis Blankenese. Dort suchen wir uns erstmal etwas zu essen, um anschließend durch das Treppenviertel hinab zur Elbe zu laufen. Die Mehrheit der Häuser ist tatsächlich nur zu Fuß erreichbar. Von den wohl 5000 Treppen haben wir auch nur einen Bruchteil erlaufen.

An der Elbe wollen wir eigentlich mit der Fähre zurückfahren. Es gibt allerdings von hier aus keine zu den Landungsbrücken, und die nach Finkenwerder ist gerade eingestellt. Wir fahren mit einem kleinen Bus zurück zur S-Bahn und bis zum Jungfernstieg. Dort hole ich mir in der Europapassage beim Honest Döner den schon lang ersehnten Döner. Allerdings komme ich mit der Bestellung nicht ganz klar und habe einen im Karton statt im Fladenbrot. Lecker war es aber!

In der Zwischenzeit sind Laura und Nele in der Stadt angekommen und wir entscheiden uns, die Bootstour Alster und Kanäle zu machen. Erst fahren wir über die Binnenalster bis zur Außenalster, bevor es in die Kanäle geht. Dort geht es vorbei an urigen Schrebergärten, noblen Vororten mit gepflegten Villen und luxuriösen Lofts bis in den Stadtparksee. Immer mit ausführlichen Kommentaren des Kapitäns.

Wieder an Land laufen wir bis zum Hauptbahnhof, um dann mit der S-Bahn nach Hause zu fahren.

Das war ein langer Tag, mit über 16 000 Schritten. Und das Tagessticket der HVV hat sich ebenfalls gelohnt!

Zum Abendessen gibt es heute eine Brotzeit.

Mittwoch

Wir schlafen wieder so lange, dass wir erst zu Laura kommen, als Nele schon in der Kita ist. Nach dem Frühstück hat Wim online einen Termin. Danach machen wir uns mit unseren Fahrrädern auf zum Westfield. Wir schlendern durch die Läden, ich esse ein Serrano-Croissant, sonst geben wir kein Geld aus! 😉

Wieder bei Laura, ist es auch schon so weit, dass wir Nele abholen können. Wir sammeln sie mit den Rädern ein und fahren gleich weiter. Unser Ziel ist der Moorfleet-Golfplatz. Dort kann man schön draußen sitzen Wir essen und trinken eine Kleinigkeit, bevor es wieder zurück geht. Abends machen wir Zucchiniröllchen mit einer Zucchini unseres Hochbeets.

Danach holt Laura die Nähmaschine raus und ich zeige ihr, wie die kleinen Täschchen mit Reißverschluss genäht werden.

Donnerstag.

Auch heute Morgen hat Wim ein längeres Telefonat. Leider ist das angekündigte Nummernschild für den Fahrradträger nicht pünktlich angekommen. Also mache ich mich mit Lauras Rad durch die halbe Stadt auf zur Hamburger Zulassungsstelle, um dort ein Nummernschild zu besorgen. Glücklicherweise hat HH ein sehr gutes Radnetz und ich fühle mich sicher unterwegs.

Wieder zuhause essen wir noch Reste, packen die Autos, Wim bringt den Fahrradträger am BMW an, Laura holt Nele noch schnell mit dem Rad von der Kita und los geht es Richtung Lüneburger Heide.

Obwohl wir angefragt haben, ob wir gegen 13 Uhr dort sein können, stehen wir um halb zwei vor verschlossener Schranke, wegen Mittagsruhe. Laura und ich entscheiden, ins Outlet nach Soltau zu fahren. Wim wartet auf einem Parkplatz Nähe des CP und hält Mittagsstunde.

Als wir später auf den CP kommen, hat Wim schon alles aufgebaut, dekoriert und für Sonnenschutz gesorgt, denn es ist sehr warm heute.

Vor dem Wohnmobil ist es kaum auszuhalten. Laura fährt nochmal los und kauft für Nele ein Planschbecken und bringt auch noch einen kleinen Plastikstuhl für sie mit. Beides feiert Nele total und so lässt es sich auch im Schatten hinter dem Wohnmobil sehr gut aushalten.

Zum Abendessen grillen wir Lachs und Würstchen, es gibt eine Gemüsepfanne dazu.

Nachdem Nele eingeschlafen ist, spielen wir eine Rune Qirkle, Laura gewinnt!

Freitag

Heute soll es noch wärmer werden. Wir wollen mit den Rädern die Behringer Heidetour machen und nicht so spät losfahren. Die Tour führt durch die wunderschön blühende Heide, vorbei an Schaf- und Ziegenherden mit Schäfer und Hunden. Auch kommen wir am Wilseder Berg vorbei, der höchsten Erhebung der Lüneburger Heide, wo wir vor 1 1/2 Jahren schon waren. In Wilsede machen wir eine Pause. Erst trinken und essen wir im Gasthaus zum Heidemuseum eine Kleinigkeit. Dann wechseln wir die Lokation noch in das Gartenlokal Mein Teegarten. Das ist ein herrlich verträumter Garten, in dem wir uns erst einen Platz suchen sollen. Dann holen wir uns bei zwei äußerst freundlichen Damen am Eingang Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Eigentlich will man den Ort gar nicht mehr verlassen, es gibt unendlich viel zu entdecken, herrliche Pflanzen, überall lauschige Plätze, Hängematten und sogar Schildkröten. Eine absolute Empfehlung wenn man in der Region ist!

Trotzdem müssen wir irgendwann weiter. Es geht noch über den Toten Grund, auch ein schöner Aussichtspunkt, aber da Laura und ich so langsam an unsere Grenzen mit den Akkus kommen (sie waren beide nicht vollständig aufgeladen), können wir es dort gar nicht so richtig genießen.

Unsere Tour war gute 25 Kilometer lang und hatte sogar 250 Höhenmeter. Die Strecke ging viel über Schotterpiste und immer mal Sandkuhlen. Es war wie erwartet sehr heiß und am Ende hat selbst der Fahrtwind keine Abkühlung mehr gebracht. Nele hat zwei Mal ausgiebig in ihren Fahrradsitz geschlafen und sogar zuhause auf der Decke noch weitergeschlafen. Trotzdem war es eine sehr lohnenswerte Tour und gegen 15 Uhr sind wir wieder auf dem CP.

Den restlichen Nachmittag sind wir wieder im Schatten hinter dem WoMo.

Abends wird wieder gegrillt und ein Nudel-Maggisalat ausprobiert. Er hat uns geschmeckt.

Nele ist heute erst so spät eingeschlafen, dass wir auch kurz drauf schon ins Bett sind.

Samstag

Heute frühstücken wir wieder ausgiebig, diesmal sogar mit frischen Brötchen.

Anschließend machen wir uns zu Fuß auf, den Brunausee zu umrunden. Nach gut der Hälfte kommt eine sehr schöne Badestelle mit Sand. Da wir nicht dafür ausgestattet sind, läuft Laura zum WoMo, holt Sandspielzeug und die Decke. Allerdings kommt sie mit dem Fahrrad wieder. So verbringen wir bis zum Mittag die Zeit mit Sandspielen. Irgendwann wird Nele sogar so mutig, die Füße in den See zu halten…am Ende ist sie nackig und fast ganz im Wasser und hat ihren Spaß. Leider haben die Seeterrassen heute eine geschlossene Gesellschaft, so dass wir sie nicht testen können

Als der Hunger kommt, gehen/fahren wir zurück und es fängt tatsächlich etwas an zu regnen. Es gibt noch Putenhacksteaks und Würstchen und auch der Maggisalat wird nochmal gemacht, da er schnell geht und uns gestern ja geschmeckt hat.

Als Nele ihren Mittagsschlaf hält, fährt Laura mal eben mit dem Rad nach Bispingen, Kleinigkeiten einkaufen. Den restlichen Nachmittag sind wir wieder hinter dem WoMo, auch wenn es heute nicht mehr ganz so warm ist.

Abends wollen wir eigentlich in das Restaurant auf dem Platz zum Essen gehen. Leider haben wir nur noch einen Platz in dem sehr warmen und nach Frittierfett riechenden Vorraum bekommen, so dass wir uns entscheiden, Essen dort zu bestellen und am WoMo zu essen. Nach einer halben Stunde können wir das Essen abholen, und so essen wir entspannt am Platz.

Danach heißt es für Nele und Laura auch schon wieder, zurück nach Hamburg, da Nele Sonntag Schwimmkurs hat. Also das Fahrrad wieder aufs Auto und Abschied nehmen. Die beiden waren schnell zuhause und Nele hat wohl auch nicht geschlafen.

Es war mal wieder ein sehr schönes Wochenende mit den beiden, auch wenn Neles liebsten Worte im Moment Nein, Kann ich selber und lass das sind.

Noch ein paar Worte zum Campingplatz, sehr nahe der Autobahn, daher in der ersten Nacht sehr viel Autobahnrauschen, in den nächsten Nächten allerdings gar nicht mehr. Keine Schattenplätze, daher sehr warm. Und keinerlei Angebote für Kinder, z.B. einen Spielplatz oder Kinderbäder. Dafür sehr nette Betreiber. Auch eingestellt auf Durchreisende.

Wim räumt abends noch die Räder rein und so weit auf, wie es geht. Auch jetzt tropft es immer mal vom Himmel.

Sonntag

Heute ist auch für uns Rückreise angesagt. Nach dem Frühstück packen wir den Rest zusammen, bezahlen, fahren über die Entsorgung und machen uns auf den Weg.

Unterwegs haben wir einen längeren Stau mit Stopp und Go, was uns ungefähr eine Stunde kostet. Gegen halb vier sind wir endlich in der Einfahrt. Eigentlich wollen wir nur das WoMo ausräumen, aber Wim findet eine feuchte Stelle am Badezimmerschrank und montiert noch die Markise ab um dort etwas abzudichten. Das kostet natürlich Zeit und Nerven und so ist es acht Uhr, bis wir endlich das WoMo wegbringen und den restlichen kurzen Abend genießen können!

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