Diesmal berichte ich mal wieder von einem Wochenende ohne Wohnmobil. Fast schon traditionell fahren wir im Sommer ein Wochenende mit Eva und Bernd und den Fahrrädern weg. Diesmal haben wir uns die Region um Hasselt/Genk in Belgien ausgesucht. Direkt Freitag Mittag nach der Arbeit geht es los. Gegen halb drei treffen wir uns am Freilichtmuseum Bokrijk. Wir satteln direkt die Räder um die erste Tour zu starten. Wir mache eine 30 km-Runde mit dem Highlight Fietsen door het water.
Danach geht es nach Overpelt, dort erwartet uns das sehr schöne B&B De Floreffe. Die Chefin nimmt uns direkt in Empfang, erklärt uns alles und zeigt uns die Zimmer. Abends gehen wir auf der anderen Straßenseite zu Casa d’Angelo etwas essen und lassen dann den Abend bei einem Wein auf dem Sitzplatz vor unseren Zimmern ausklingen
Samstag Morgen erwartet uns ein sehr schönes Frühstück mit heimischen Produkten.
Heute steht die Radtour Fietsen door de bomen an. Wir starten am Hotel. Anhand einer Auflistung der Knoppunte fahren wir die Tour ab. In einem Doppelkreisel befahren wir den 700 Meter langen Baumwipfel-Radweg. Anschließend kommen wir am größten deutschen Soldatenfriedhof in Lommel vorbei. Dort machen wir eine Pause und trinken in dem Café etwas. Dann geht es weiter durch die Innenstadt von Lommel. Eigentlich möchten wir hier etwas essen, aber so richtig spricht uns nichts an. Wir entscheiden, weiter bis zum Kanal zu fahren, da es hieß, dort gibt es eine Menge Cafés. Dadurch fahren wir an der Lommelsen Sahara vorbei, die auch sehr sehenswert sein soll, allerdings nur zu Fuß besichtig werden kann.
Am Kanal angekommen, ist erstmal nichts, die Tour geht weiter durch ein Wohngebiet und dann wieder an den Kanal. Dort kommt dann endlich das Kafee Kongée, Restaurant und Strandbar in einem und wir stillen unseren Durst und Hunger. Jetzt ist es auch nicht mehr so weit. Wir fahren noch durch die Orte Pelt und Overpelt und entdecken kurz vor dem Ziel die Chocolaterie mit Eisdiele Boonen, an der die Menschen Schlange stehen. Also gönnen wir uns noch ein Eis. Wir erfahren auch, dass es dort eine prämierte Dame Blanche gibt, deshalb der Ansturm. Das Eis war aber auch wirklich sehr lecker.
Nach gut 50 Kilometern sind wir wieder an unserem B&B. Wir machen uns frisch, entspannen etwas bevor es nochmal mit den Rädern nach Overpelt zum Essen geht. Im Marloe sitzen wir draußen und essen lecker.
Den restlichen Abend verbringen wir wieder bei einer Flasche Wein vor unseren Zimmern und genießen die laue Sommernacht.
Der Sonntag beginnt erneut mit dem leckeren Frühstück. Da wir am Vortag die Sahara ausgelassen haben, entschließen wir uns, ihr heute noch einen Besuch abzustatten. Wir packen unsere Sachen, Fahrräder wieder aufs Auto und los. Wir parken am Stadion und laufen los. Erst kommen wir durch sandige Kiefernwälder, plötzlich stehen wir in einer Wüstenlandschaft mit See. Wir suchen uns den Aussichtsturm, auch der Riese von Bosland genannt, 30 Meter hoch. Wir erklimmen die 144 Stufen und haben einen wunderschönen Rundumblick, auch wenn das Wetter etwas zuzieht.
Wir suchen uns den kürzesten Weg zum Auto und fahren noch nach Lommel um etwas zu trinken und die gemeinsame Reise ausklingen zu lassen. Nach einem Kaffee im Café Melchior und einer Portion Fritten an dem Fritkot des kleinen Rommelmarktes, kaufen wir im am Sonntag geöffneten Carrefour etwas ein. Dann verabschieden wir uns voneinander. Für Eva und Bernd geht es zurück nach Leverkusen und wir fahren in die andere Richtung und besuchen Sophie mit Familie in Muizen. Dort verbringen wir einen sehr schönen Nachmittag. Sophie hat sich sehr viel Mühe gemacht und teatime-Gebäck vorbereitet also Scones, Brownies, Bananenbrot, Kokosmakronen, kleine belegte Brote. Ich kann hier gar nicht alles aufzählen, aber alles sehr liebevoll und lecker.
Nachdem Wim die unterschiedlichen Bakfietse ausprobiert hat, haben wir uns gegen 19 Uhr auf den Rückweg gemacht und waren gegen 22 Uhr staufrei zuhause.
