Mai 5

0 comments

Bosenheim an der Nahe

By Karin

Mai 5, 2026


Der 1. Mai ist dieses Jahr ein Freitag und so wollen wir das lange Wochenende nutzen. Wir verabreden uns mit Joram, Katrin und HaJü, Beate zu einem gemeinsamen Wochenende auf einem Weingut, welches Joram und Kathrin regelmäßig besuchen. Den Donnerstag kann ich auch frei nehmen, so dass wir gegen 10 Uhr loskommen. Unterwegs wird noch getankt und eingekauft und am frühen Nachmittag kommen wir auf dem Weingut Espenschied an. Joram und Kathrin sind bereits am Vortag angereist. Wir stellen uns so auf, dass wir mit dem dritten Wohnmobil in einem U stehen. Bei dem heutigen Wind ist das auch gut. Nachdem wir Dagmar, der Besitzerin vorgestellt wurden und das Weingut erkundet haben, genießen wir die Sonne, wollen aber eigentlich noch nach Bad Kreuznach. Schneller als erwartet sind HaJü und Beate auch da und somit ist unsere Runde komplett. Irgendwie vergeht die Zeit wie im Flug und es lohnt doch nicht mehr, in die Stadt zu fahren.

Wir entscheiden, mit der ersten kleinen Weinprobe zu beginnen. Auf dem Hof steht ein Selbstbedienungs-Kühlschrank und wir beginnen mit einem Weißburgunder. Im Laufe des Abends kommen noch weitere Weine dazu.

Außerdem werfen die Männer irgendwann die Grills an. Auf drei gleichen Cadac-Grills werden Zuchini, Tomaten, kleine Paprika und am Ende auch noch Fleisch gegrillt. Uns erwartet eine reich gedeckte Tafel und wir haben einen sehr schönen und lustigen Abend.

Freitag Morgen frühstücken wir bei herrlichem windstillem Wetter draußen. Dann werden die Räder fertiggemacht und es geht los. Erstes Ziel ist der Rotenfels, mit 200 Meter Höhe und fast 1200 Meter Länge, die höchste Steilwand nördlich der Alpen. Auf einem Parkplatz lassen wir die Räder stehen und gehen auf einer Hochebene zur Bastei und haben wuderschöne Aussichten und Fernblicke.

Wieder an den Rädern, möchten wir eigentlich mal irgendwo etwas trinken. Das gestaltet sich als schwierig, denn es gibt kaum Einkehrmöglichkeiten. Wir fahren schließlich bis Oberhausen an der Nahe, dort ist der CP Nahetal mit einer Gastronomie. Dort angekommen, sieht es erstmal zu aus, auf Nachfrage bekommen wir doch etwas zu trinken und sogar Apfelstrudel mit Sahne oder Vanillesauce. Damit ist der erste Durst und Hunger gestillt. Wir machen uns auf den Rückweg, immer entlang der Nahe, kommen in Bad Kreuznach an den riesigen Gradierwerken vorbei und machen spontan den nächsten Stopp am Brauwerk und genießen das dort gebraute Bier.

Weiter geht es durch den Ort Bad Kreuznach. Dort sehen wir uns die Brückenhäuser an und essen uns auf dem Marktplatz bei Vannini ein Eis auf die Hand bevor es wieder zum Weingut geht.

Es ist inzwischen nach 18 Uhr und wir sind fast 50 km mit ordentlich Höhenmetern gefahren.

Heute Abend hat uns Dagmar eine Weinprobe angeboten. Gegen 19 Uhr treffen wir uns mit weiteren Gästen in gemütlicher Runde bei einem lecker angerichteten Vesperteller und probieren uns durch 6 unterschiedliche Weine. Wieder ein sehr schöner Abend.

Auch der Samstag beginnt mit sommerlichen Temperaturen. HaJü versorgt uns sogar mit frischen Brötchen vom Bäcker in Bad Kreuznach.

Danach machen Kathrin, HaJü und ich uns nochmal mit den Rädern auf, den Bosenberg, welchen wir die ganze Zeit im Blick haben zu erklimmen. Die anderen drei möchten lieber entspannt die Sonne genießen.

Wir schaffen es bis oben hin (auch wenn ich das letzt Stück schiebe!), dort ist im Freien eine Steinkirche. Hier oben hat man einen gewaltigen Blick in die Ferne. Dann geht es wieder abwärts, zum Teil mit so viel Geröll, dass ich wieder schiebe ;-). Wir suchen uns die Bank mit der Espe, von der Dagmar uns am Abend vorher erzählt hat, welche sie zum Tod ihres Mannes an ihren Rebstöcken gepflanzt hat. Die Espe auch Zitterpappel erkennt man am sanften Rascheln seiner Blätter bei leichtestem Wind und wurde sogar zum Baum des Jahres 2026 ernannt.

Wir fahren wieder zurück, auch wenn es nur gute 6 km waren, war es eine kurze, anstrengende aber sehr lohnenswerte Tour.

Am Nachmittag steht das Highlight der Wochenendes an, warum wir eigentlich hierher gekommen sind, die Höfewanderung.

Ab 13 Uhr haben sich in der Gemeine Bosenheim 10 Weingüter zusammengetan und ihre Höfe geöffnet. Man erwirbt am Feuerwehrhaus (wir haben durch unsere guten Beziehungen zu Dagmar das schon am Hof bekommen) ein Glas und einen Stempelpass. Dann läuft man ca. 3,5 Kilometer von Weingut zu Weingut, kann sich jeweils aus mehreren Weinen einen aussuchen und bekommt einen Probierschluck und einen Stempel auf die Karte. Außerdem bieten die Höfe regionale Spezialitäten an.

Ab 19 Uhr findet dann die After-Walk-Party mit DJ, Tanz und Spießbraten auf unserem Weingut statt. Wir haben es kurz dort ausgehalten, nochmal etwas gegessen, uns dann aber entschieden, in unserem selbstgebauten Innenhof den restlichen Abend gemütlich zu verbringen. Die Musikkulisse reicht locker bis zu uns. Außer ein paar Begegnungen mit sehr angetrunkenen Gästen hatten wir wieder einen sehr schönen Abend. Irgendwann sind die Männer nacheinander zur Toilette und kamen nicht wieder. Wir Frauen sind dann ins Bett gegangen. Für die Männer war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Ingendwann haben sie mit Dagmar wieder bei uns gesessen und von Dagmar mitgebrachten Likör geleert.

Sonntag Morgen ist Wim auf den Bosenberg gelaufen, einmal bis ganz oben und wieder zurück.

Wir frühstücken ein letztes Mal gemütlich draußen. Auch wenn es heute etwas bedeckt ist, war es noch warm genug. Wir haben anschließend unsere Sachen gepackt, bezahlt und uns von unserer lieben Dagmar verabschiedet. Die vier anderen wollen noch eine Radtour machen und sind diesmal die Nahe in die andere Richtung bis Bingen und zurück gefahren.

Wir sind gut durchgekommen und waren gegen vier Uhr wieder zuhause, haben alles verräumt, Wim sogar das ganze Wohnmobil gewaschen und abends das Womo in die Halle gebracht.

Es war wieder mal mit uns drei Paaren ein sehr entspanntes, lustiges Wochenende und wir haben viel gelacht und uns nicht immer ganz ernst genommen!

>