Mai 17

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Tanz durch den Mai

By Karin

Mai 17, 2024


Endlich steht dieses Jahr der erste längere Urlaub an. Rund um unser Familientreffen, welches alle zwei Jahre stattfindet, legen wir unseren Urlaub.

Der 1. Mai ist ein Mittwoch und für uns geht es erstmal Richtung Hameln. Am späten Vormittag haben wir alles gepackt und los geht es. So sind wir auch früh am Ziel. Wir suchen uns den Stellplatz in der Stadt, welchen ich vorher ausgesucht habe und es sind genügend freie Plätze. Allerdings hat Wim unterwegs einen kleinen Campingplatz am Ruderverein gefunden. Den suchen wir erstmal auf. Man kann nur über einen QR-Code einchecken und wir müssen feststellen, dass er ausgebucht ist. Also zurück in die Stadt. Wir finden unseren Platz und richten uns ein.

Wir laufen erstmal in die Stadt, das sind 10 Minuten an der Weser entlang. Da wir herrlichstes Frühsommerwetter haben, ist die Stadt, trotz Feiertag sehr voll, und alle Restaurants und Cafés haben ihre Tische draußen. Wir steuern ein ganz bestimmtes an, das Cafe Razom, ein Tipp von meiner Kollegin Steffi, die es selber vor ein paar Wochen besucht hat. Wir setzen uns zu einem jungen Mädel dazu und bestellen drinnen Kaffee und Kuchen, welches uns dann gebracht wird.

Danach erkunden wir weiter die sehr schöne alte Innenstadt mit vielen Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen, bevor es zum WoMo zurück geht.

Wir holen unsere Stühle raus und genießen die Sonne und das Treiben auf der Fahrrad- und Fußgängerbrücke, welche fast direkt über unserem Platz ist, bevor wir am Abend in das Restaurant Me Lounge gehen, welches direkt an der Weser liegt und wir schön draußen sitzen können. Meine Edamame-Bowl war sehr lecker, Wim seine Currywurst hat ihn nicht überzeugt.

Am nächsten Morgen hat Wim um 9 Uhr ein geschäftliches Zoom-Meeting, danach frühstücken wir und holen die Räder raus.

Wir fahren auf dem Weser-Radweg Richtung Süden, bis zum Schloss Hämelschenburg, mit seiner beeindruckenden Fassade. Im ehemaligen Wirtschaftshof befindet sich der Museumsshop und ein Café, welches wir natürlich testen müssen, hausgemachte Limo, ein Eiskaffee und ein selbstgemachter Bauerntopf, alles sehr lecker. Wir erkunden noch den Park hinter der Kirche und besuchen eine Galerie und eine Holzmanufaktur. Außerdem lässt Wim die Drohne hoch.

Das Schloss selbst und die Anlage kann nur mit einer Führung besichtigt werden.

Danach fahren wir die gleiche Strecke zurück, holen beim Lidl noch etwas zum Abendessen und sind nach 30 km wieder am Platz.

Den restlichen Tag verbringen wir in der Sonne, bzw. unter der Markise, abends machen wir uns einfach Pellkartoffeln mit Quark, und der Franchipan fürs Familientreffen muss auch schon mal probiert werden.

Freitag Morgen strahlt die Sonne leider nicht mehr so vom Himmel. Wir packen unsere Sachen zusammen und parken das WoMo an der Straße, nehmen die Räder und fahren in die Stadt. In einem netten Concept-Store finde ich eine schöne Hose und dank der geschäftstüchtigen Verkäuferin noch vier weitere Teile 😉

Wieder am WoMo werden die Räder eingepackt und es geht Richtung Bad Grund im Harz. Das sind nur gute 80 Kilometer, aber da alles über Landstraße geht, wir unterwegs noch etwas einkaufen, sind wir gegen halb zwei an unserem Quartier, dem Waldquartier Harzverbunden.

Bisher sind nur Matthias und Birgitt da, aber so nach und nach trudeln auch alle anderen ein. Wir beziehen die Häuschen, trinken Kaffee und essen den mitgebrachten Kuchen.

Nach dem italienischen Buffet am Abend feuern wir zwei Feuerschalen an und sitzen in gemütlicher Runde lange zusammen.

Samstag Morgen nach dem Frühstück geht es auf zu einer Wanderung durch den Weltwald bis zur Iberger Tropfsteinhöhle. Bis auf die schwangere Laura und Oma, Opa und Elke, die mit dem Auto dorthin kommen, wandern wir ca. 2 Stunden vorbei an unterschiedlichen Bäumen aus aller Welt und unfassbar großen Flächen an Bärlauch bergauf und bergab bis zu unserem Ziel. Dort haben wir eine Führung gebucht und lassen uns von Ulf die Besonderheiten der einmaligen Beschaffenheit der Höhle erklären.

Anschließend wandern wir auf kürzerem und flacherem Weg zurück zum Waldquartier.

Dort erwartet uns wieder Kaffee und Kuchen. Der restliche Nachmittag wird mit Tischtennis und anderen Spielen, Ausruhen und natürlich dem obligatorischen Fototermin verbracht, bevor abends wieder das Essen, diesmal griechisches Buffet,  gebracht wird und auch wieder die Lagerfeuerschalen angezündet werden.

Und schon ist auch Sonntag, nach dem Frühstück räumen wir alles wieder auf und so langsam beginnt die Aufbruchstimmung.

Wir machen uns als letzte gegen 12 Uhr auf den Weg, bringen noch das restliche Geschirr bei Petras Partyservice vorbei, die uns wirklich lecker mit Frühstück und Abendessen versorgt hat, bevor es Richtung Zingst geht.

Unsere Fahrt geht über Hannover und Hamburg bis auf den Darß und gegen halb sieben kommen wir endlich an unserem vorgebuchten Campingplatz an.

Wir machen noch einen kurzen Spaziergang über die Düne zum Meer, leider fängt es an zu regnen und so verbringen wir den restlichen Abend entspannt drinnen.

Montag Morgen ist es noch immer grau, wir starten trotzdem zu einer Fahrradtour gen Osten in den Zingster Nationalpark, eigentlich geht es immer geradeaus, aber durch ein Stück gesperrter Deich fahren wir bis zum Bodden und dann wieder gen Norden. Am Vogelausguck Pramort  haben wir den östlichsten Punkt erreicht und wir machen uns wieder auf den Rückweg, und plötzlich ist der Gegenwind da. Wir fahren bis Zingst und essen uns am Hafen Fisch und Chips. Viel Kartoffel, wenig Fisch. Jetzt kommt sogar etwas die Sonne durch. Dann radeln wir einmal durch den Ort und kommen nach gut 40 km zurück zum Campingplatz. Wir trinken Kaffee und essen noch Kuchenreste vom Wochenende und ich fahre anschließend nochmal in die Stadt und kaufe bei Edeka und Rossmann ein.

Nach dem Abendessen gehen wir zur Sonnenuntergangsstimmung nochmal an den Strand.

Dienstag ist Wims Geburtstag. Morgens hat er noch ein Teams-Meeting und anschließend fahren wir in die Stadt. Eigentlich wollen wir irgendwo etwas frühstücken, aber es ist bereits weit nach 11 Uhr, und so wird es in der Markthalle Feine Box nur ein Cappuccino mit einer Tapasplatte. Wir besuchen die Seebrücke von Zingst, setzten uns an der Promenade in einen Strandkorb und genießen die Sonne. Dann bummeln wir etwas durch die Läden. Wir holen in der Bäckerei Holz Kuchen und fahren wieder zum WoMo, wo wir dann in der Sonne Kaffeetrinken und eigentlich den Nachmittag genießen wollen. Leider ist mir aber beim Öffnen der Fliegengittertür ein Faden gerissen, so dass Wim die ganze Tür ausbauen muss und mit einer Engelsgeduld versucht, diese zu reparieren. Ich nutzt den Nachmittag und wasche eine Maschine Wäsche.

Abends geht es wieder nach Zingst, denn wir wollen Essen gehen. Im Fischrestaurant Klabautermann bekommen wir problemlos einen Tisch, stellen dann aber fest, dass wir Glück haben, denn es ist kurz vor acht, und um acht wird die Küche geschlossen. Wir bekommen aber noch unsere Fischteller. Anschließend laufen wir nochmal zur Seebrücke und stellen auch hier fest, dass alles bereits geschlossen ist. An der Seebrücke selber hat noch ein Getränkestand geöffnet und so gönnen wir uns noch einen Jagertee und weißen Punsch, bevor es nach Hause geht.

Der Mittwoch erwartet uns mit einem wolkenlosen Himmel. Heute ist ein Rundflug über den Darß geplant, welchen ich Wim gestern zum Geburtstag geschenkt habe. Am Morgen repariert Wim  erstmal noch den Rest von der Tür und baut sie wieder ein. Dann fahren wir mit den Rädern zum Busbahnhof Zingst und fahren mit der Bus-Linie 210 bis Barth. Da wir genügend Zeit haben, laufen wir einmal durch das Städtchen, Essen und Trinken auf dem Marktplatz etwas und fahren dann mit dem Bus 211 ein paar Stationen bis zum Ostseeflughafen Barth.

Punkt 13.30 Uhr begrüßt uns Maik, unser Pilot und los geht es. Mit einer 4-sitzigen Propellermaschine aus dem Jahr 2001 geht es fast eine Stunde vorbei an Barth, über den Bodden, dem Darßer Wald und dem Nationalpark vorbei an Prerow, Zingst bis zur Insel Hiddensee mit Blick auf Rügen. Es sind fantastische Eindrücke aus 600 Metern Höhe und einer Geschwindigkeit von 110 Knoten, was wohl 183 km/h entspricht, mit vielen Erklärungen von unserem Piloten, man kann das hier gar nicht wiedergeben, sondern muss es selbst gesehen haben.

Abschließend geht es mit dem Bus zurück nach Zingst, eigentlich mit Umsteigen in Barth, aber die Buslinie 210 wird dort zur 211 und so können wir mit dem gleichen Bus weiterfahren.

In Zingst gibt es im Eiscafé Tiziano für uns einen Eisbecher. Anschließend fährt Wim zum Womo und ich besichtige das Max Hünten-Haus und besuche noch ein paar Läden, die wir am Vortag ausgelassen habe. Ein kleiner Einkauf bei EDEKA und ich fahre auch zurück zum WoMo. Wir sitzen noch etwas in der Sonne, aber sobald sie weg ist, ist es auch recht kalt.  Also wird drinnen gegessen und anschließend noch gelesen.

Der Donnerstag ist Himmelfahrt und für uns heißt es packen und weiterfahren. Wir halten noch in Prerow, dem Nachbarort von Zingst. Etwas außerhalb ist ein großer Parkplatz und wir laufen durch die Dünen zur Seebrücke. Die ist leider noch in Bau, auch wenn auf dem Schild steht, dass sie im 1. Quartal 2024 eröffnet werden soll. Ansonsten spricht uns der Ort nicht so richtig an und wir fahren weiter  über Ahrenshoop, welches uns schon beim Durchfahren viel besser gefällt und sicher mal einen Besuch wert ist. Über Landstraße und den mautpflichtigen Tunnel in Rostock geht es nach Rerik. Dort kommen wir am frühen Nachmittag an unserem CP an und können auch direkt auf unseren Platz, welcher durch das lange Wochenende sehr gut gefüllt ist.

Mit den Fahrrädern erkunden wir am Nachmittag noch den Strand und den Hafen. Dort ist ein kleiner Markt mit netten Ständen. Nach einem Aperitif im Bistro Balu geht es zum Italiener San Remo und lassen uns Pizza und Salat schmecken.

Der Freitag beginnt leicht bewölkt, erst als die Sonne durchkommt, packen wir unsere Sachen und fahren etwas an den Strand. Dann wieder an den Hafen und bei Balu gibt es heute eine Kleinigkeit zu essen. Wir suchen uns die Einkaufsläden und kaufen im Netto ein. Bei uns auf dem CP gibt es einen Stand, der selbst geräucherten Fisch verkauft. Wir holen uns einen Rotbarsch und das wird unser Abendessen.

Am Samstag fahren wir mit den Rädern nach Kühlungsborn, das Wetter wird immer besser, und in Kühlungsborn kommt auch richtig die Sonne durch. Wir fahren entlang der Promenade in die Stadt. Dort lassen wir die Räder stehen und bummeln durch die lohnenswerte Einkaufsstraße. Dann machen wir uns auf den Rückweg, kaufen unterwegs bei Lidl noch etwas ein, holen unsere Strandsachen und gehen nochmal an den Strand. Auch wenn es jetzt sehr windig ist, genießen wir die Ruhe nach dem trubeligen Vormittag in der Stadt.

Abends grillen wir, essen aber drinnen, da es plötzlich immer mehr zuzieht und total nebelig wird. Am Abend kommt sogar mal etwas Regen runter.

Der Sonntag beginnt wieder mit wolkenlosem blauen Himmel und wir frühstücken mit frischen, leckeren Brötchen aus dem CP-Bistro draußen. Um uns herum herrscht große Aufbruchstimmung, denn für die meisten ist das lange Wochenende vorbei. Dann machen wir uns wieder auf zum Strand, obwohl wir vorbereitet sind, ist es heute total windstill und wir liegen bis zum Nachmittag in der Sonne. Wim geht sogar mal in die eisige Ostsee, ich traue mich nur mit den Beinen rein.

Wieder auf dem CP sitzen wir bei einem Kaffee in der Sonne und freuen uns über den sehr leeren und ruhigen Platz.

Zum Abend fahren wir wieder in den Ort um beim Sailors eine leckere Fischplatte ( mit Seelachs, Seehecht und Dorsch) für zwei zu essen. Dann genießen wir noch die Sonnenuntergangsstimmung am Wasser, bevor es zurück geht und Wim auch schon die Räder für die Abreise am nächsten Tag einlädt.

Montag morgen frühstücken wir nochmal draußen, dann wird gepackt und wir machen uns auf den Rückweg. Wir kommen gut durch, machen einen Stopp im Outlet Soltau und sind gegen 18 Uhr wieder zuhause.

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