August 1

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Voerde am Niederrhein

By Karin

August 1, 2022


Von Samstag auf Sonntag sollte es mal wieder ein Landvergnügen-Hof sein. Nach einigem Suchen, die Auswahl ist einfach zu groß, haben wir es beim Tinthof in Voerde-Spellen versucht und wir können kommen.

Samstag Morgen machen wir uns auf den Weg und sind schon am Mittag dort. Die Einfahrt zum Hof ist mitten im Ort und wir fahren am Hofladen vorbei . Ein Mitarbeiter erklärt uns direkt, wo wir uns hinstellen können. An den Gewächshäusern vorbei ist eine große für LV-Gäste gemähte Wiese mit zwei Apfelbäumen mittendrauf und Blick auf die Hühner. Wir suchen einen Platz und richten uns ein.

Dann ist der Besuch des Hofladens angesagt. Die Schwägerin des Bauern begrüßt uns freudig und wir sind begeistert von der Käsetheke und schlagen richtig zu. Noch ein Brot und unsere Mittagsmahlzeit ist gesichert. Jetzt kommt der sehr nette Landwirt und wir kommen ganz unkompliziert ins Gespräch. Er gibt uns Tipps für ein Café am Rhein und auch Restaurantempfehlungen.

Wieder am WoMo essen wir erstmal die ganzen Leckereien und erhalten auch schon Besuch von Contessa und der Schneekönigin, zwei freilaufenden sehr zahmen Hühnern. Danach genießen wir die Ruhe und entspannen uns.

Später am Nachmittag fahren wir mit den Fahrrädern Richtung Rhein, trinken in dem empfohlenen Kolkshofs Büdchen einen Kaffee und essen Kuchen bevor es weiter am Rhein lang geht. Wir kommen am Deichkreuz Ork vorbei und fahren weiter am Wasser entlang. Irgendwann biegen wir ab Richtung Tenderingssee und trinken uns dort im Strandbad Café etwas. Durch den Ort Voerde fahren wir zurück und kommen nach insgesamt 28 km wieder auf unserem Hof an.

Kurz drauf kommt noch ein weiteres Wohnmobil und stellt sich neben uns.

Zum Abendessen holen wir uns von dem Restaurant Namaste im Ort leckeres nepalesisches Essen und sitzen den restlichen Abend gemütlich vor unserem Wohnmobil, bzw. fahren nochmal mit den Rädern zur Schleuse Friedrichsfeld am Weser-Datteln-Kanal und beobachten einen Schleusenvorgang mit zwei Schiffen.

Am nächste Morgen werden wir von leichtem Regen wach. Unsere Nachbarn fahren auch schon wieder weiter, wir sitzen aber noch tiefenentspannt vor dem Wagen. Wim untersucht den Hühnerstall und kommt mit dem Stalljungen ins Gespräch, der aus Tadschikistan kommt und eine Ausbildung hier macht. Dann kommt auch Herr Hülsermann vorbei und erzählt uns von seiner Arbeit, den Kälbern, der Käserei und überhaupt viel von seiner Einstellung zum Hof und der Landwirtschaft. Einer seiner Kunden ist das Hotel Breitenbacher Hof in Düsseldorf. Die von seinen Kühen produzierte Milch verarbeitet er überwiegend selbst, in dem leckeren Käse, dem Frischkäse und Joghurtprodukten. Seine Kälber, die bei den Müttern mit auf der Weide aufwachsen dürfen, werden von einem Metzger in der Umgebung geschlachtet und verkauft. Die ausgebrüteten Bruderküken dürfen auch weiterleben und werden später dann als Bio-Hähnchenfleisch verkauft. So macht Landwirtschaft Spaß und man ist bereit, die doch hohen Preise zu zahlen.

Am frühen Nachmittag packen wir dann wieder ein. Bevor wir fahren, holen wir noch gefrorenes Rinderhack aus dem Selbstbedienungs-Hofladen, der täglich geöffnet hat, in dem übrigens auch eine Rohmilchtankstelle steht.

Weiter geht es zum Gasometer nach Oberhausen, da wir die aktuelle Ausstellung noch nicht gesehen haben. Da dort am Tag vorher ein Festival war, stehen kaum Parkplätze zur Verfügung. Wir wollten schon fast weiterfahren, konnten aber dann doch vor einem Werksgelände parken. Auch wenn es sehr voll war, hat sich die Ausstellung mal wieder gelohnt. Auf der Centro-Promenade trinken wir in einem Eiscafé noch einen Cappuccino bevor es dann wieder nach Hause geht.

Wir bringen unser Wohnmobil auch direkt in die Halle, da unser Auto noch dort steht. Und ich fahre mit dem Fahrrad nach Hause und bin vor Wim da!

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