September 25

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Italien Slowenien

By Karin

September 25, 2021


Sommer 2021

Endlich mal drei Wochen unterwegs mit unserem Wohnmobil.

Uns war schnell klar, wir wollen in den Süden. Dabei wollten wir in Freiburg bei Arnold vorbei und in Zielebach bei Margrith und Andreas. Dann weiter nach Venedig und Slowenien. Also mal sehen, wo unsere Reise uns noch so hinführt.

Wir konnten erst Sonntagmittag los, da Wim vorher noch Besuch hatte. Unser WoMo war schon fast fertig gepackt, es musste nur noch der Kühlschrank aufgefüllt werden.

Gegen eins sind wir dann los, und mit viel Verkehr und immer mal Regen waren wir nach acht auf dem vorher ausgesuchten Stellplatz an der Messe im Norden von Freiburg. Da wir mit leerem Wassertank gefahren sind, wurde der erst noch aufgefüllt und dann auf einen der wenigen freien Plätze gestellt.

Arnold kam dann noch vorbei und wir haben gemütlich eine Flasche Rotwein geleert.

Montag

Am nächsten Morgen holt Arnold uns um halb zehn ab, wir sind nach Staufen, eine Stadt südlich von Freiburg. Das schnuckelige kleine Städtchen erlangte 2010 zu unschöner Bekanntheit, da Geothermie-Bohrungen für die Heizung des renovierten Rathauses zu Hebungen der Altstadt führten, und damit zu Rissen in über 250 Häusern führte.

Wir haben auf dem Marktplatz im Café Schwarzwaldschön super gefrühstückt, sind ausgiebig durch die Stadt gebummelt, vorbei an dem Laden der Brennerei Schladerer, einer Kaffeerösterei und anderen netten kleinen Läden.  Auch der Tag war wieder sehr regnerisch. Wir sind noch hoch zur Burgruine Staufen durch die Weinstöcke gelaufen. Auch wenn die Aussicht durch das schlechte Wetter leider nicht so toll war, hat es sich doch gelohnt. Wieder unten haben wir uns beim Weingut Landmann eine Weinschorle gegönnt und jetzt kam auch mal kurz die Sonne durch.

Unser nächstes Ziel war der Schauinsland, mit einem kurzen Stopp an einem kleinen Outletcenter. Leider war die direkte Zufahrtsstraße auf den Berg gesperrt und so haben wir einen riesigen Umweg durch den Schwarzwald, vorbei an Todtnau gemacht, bis wir endlich in dem Hotel Halde auf dem Schauinsland angekommen sind. Aber die Schwarzwälder Kirschtorte und der Ausblick in dem Café des Hotels hat sich wirklich gelohnt.

Weiter ging es zu Arnold in die Wohnung, dort haben wir den restlichen Tag verbracht, abends schnell ein paar Spaghetti mit Tomatensauce gekocht, bevor er uns wieder zu unserem Wohnmobil gebracht hat.

Dienstagmorgen sind wir direkt los und haben uns unterwegs einen Rewe gesucht, dort Brötchen geholt und auf dem Parkplatz gefrühstückt.

Unser heutiges Ziel ist das Vitra-Design-Museum in Weil am Rhein. Dort haben wir sehr beeindruckende Stunden in den unterschiedlichen Häusern und auf dem Gelände verbracht.

Danach ging es weiter Richtung Schweiz und gegen sechs waren wir in Zielebach. Andreas hat uns in Empfang genommen, wir haben mal wieder ihren Garten bestaunt und kurz drauf kam auch Margrith von ihrer Arbeit. Wir hatten einen sehr kurzweiligen schönen Abend mit den beiden, lecker gegessen mit Bohnen, Salat, Gurken aus dem Garten und zum Abschluss noch Quittenlikör aus eigener Ernte. Unser WoMo stand auf der Wiese neben dem Haus und dort haben wir eine ruhige Nacht verbracht.

Mittwoch

Am nächsten Morgen gab es ausgiebig Frühstück, dann sind wir zu Fuß nach Wieler und haben uns Andreas Praxis angesehen, bevor es wieder weiterging.

Noch kurz am Coop in Gerlafingen angehalten und dann weiter Richtung Gottharttunnel, dort ca. 1 Stunde Wartezeit, dann durch das Tessin, über Chiasso auch hier viel Stau, bis wir endlich in Italien waren. Vorbei an Mailand waren wir dann am frühen Abend am Gardasee. Wir haben uns einen Stellplatz am Wasser Nähe Sirmione ausgesucht. Dort war auch noch ausreichend frei, auch wenn alle eng an eng standen.

Wir sind dann am See entlangspaziert, haben im Restaurant La Conchiglia zu Abend gegessen, sind dann über die Hauptstraße, vorbei an einer Eisdiele zurück zum Stellplatz.

Donnerstag

Am nächsten Morgen sind wir beide laufen gegangen, zwar in unterschiedliche Richtungen und jeder in seinem Tempo. Danach ein Bad im See. Wim hat dann den Vormittag am Wasser verbracht und ich am WoMo.

Am frühen Nachmittag sind wir mit den Rädern nach Sirmione, das ist eine Stadt auf einer Landzunge im Gardasee, und wohl auch ein touristisches Highlight, also sehr voll.

Nachdem wir die Fahrräder abgestellt haben, sind wir in den historischen Stadtkern, haben in einem Café erstmal eine Kleinigkeit gegessen. Obwohl gefühlt alle ein Eis auf der Hand hatten, brauchten wir was Herzhaftes. In der Stadt war tatsächlich eine Eisdiele an der anderen, und die Cornettos waren gigantisch.

Wir sind dann weiter bis zur Spitze der Landzunge. Dort war der Jamaica-Beach, dort muss man wohl gewesen sein. Also bei einem Limoncello Spritz und Campari Spritz erstmal wieder Energie getankt. Dann runter ans Wasser. Dort konnte man auf großen Steinen am Wasser sitzen, mit den Füßen im See baumeln und den wunderschönen Sonnenuntergang abwarten.

Wieder zurück im Ort haben wir uns auf einem Platz ein Restaurant gesucht. Auch wenn alles mega touristisch ist, haben wir im Restaurant Valentino gut gegessen, Wim eine Fischplatte und ich Salat.

Freitag

Heute als erstes wieder in den See baden, dann wurde zusammengepackt, endlich ging es weiter nach Venedig. In Sirmione noch schnell in einem Migross eingekauft, unterwegs an einer Raststätte gefrühstückt und dann auf die Bahn Richtung  Venecia……

Als erstes haben wir uns einen Stellplatz vor der Insel angesehen, der gefiel uns auch gleich, so dass wir entschieden, da zu bleiben.

Wir haben es dann gewagt, mit den Fahrrädern nach Venedig reinzufahren. Am Anfang mussten wir ein kleines Stück über eine der Hauptstraßen, dann gab es aber eine Fußgänger- und Radspur neben der Straße und es war ein entspanntes Fahren über den Damm, der sich aber endlos hinzog, bis wir endlich ankamen. Der erste Eindruck sind erstmal ganz viele Parkhäuser, sogar für Fahrräder (10€ pro Tag), Bus- und Straßenbahn-Endhaltestellen und gar nicht das Venedig, was man erwartet. Nachdem wir unsere Räder abgestellt und gesichert haben, ging es endlich los.

Sehr schnell waren wir in den engen Gassen und längs der Kanäle, wie wir uns das vorgestellt haben. Erstmal wollten wir zur Rialto-Brücke. Dort bei strahlend blauem Himmel angekommen und die Atmosphäre genossen. Dann noch weiter geschlendert, und plötzlich standen wir auch schon am Markusplatz.

Wir haben uns von dort aus ein Vaporetto zurück zum Plaza de Roma genommen. Die Wassertaxis sind eins der öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt, daher oft sehr voll. Außerdem haben wir eine Linie erwischt, die auch gefühlt alle drei Minuten wieder irgendwo angehalten hat, trotzdem ging unsere Fahrt einmal komplett durch den Canale Grande unter der Rialto-Brücke durch und war sehr beeindruckend. Im Dunkeln sind wir dann wieder zurück geradelt, kam uns auch diesmal nicht kürzer vor, wir waren eine halbe Stunde unterwegs.

Haben dann noch den Grill rausgeholt und lecker Lammgigots und Rinderfilets mit Salat gegessen.

Samstag

Den Morgen sind wir ganz entspannt angegangen, gegen Mittag haben wir uns dann wieder auf den Weg gemacht. Diesmal wollten wir ein Tagesticket nehmen und mit der Tram reinfahren. Da an der Tramstation und auch in der Tram keine Möglichkeit war, Tickets zu kaufen, sind wir erstmal schwarzgefahren. Erst in der Stadt haben wir dann die Fahrkarte gekauft.

Wim hat uns eine Vaporetto-Linie rausgesucht, die uns zu der Insel Murano brachte. Zwischendurch sind wir noch an der Friedhofsinsel ausgestiegen und haben uns diese angeschaut. Murano ist die Insel der Glasbläser und überall gab es Läden mit mehr oder weniger schöner Handwerkskunst. Die Insel ist sehr beschaulich und hat uns gut gefallen. Dort haben wir auch mal wieder eine Esspause eingelegt, bevor es weiter ging. Die Linie 4.2 fuhr weiter nach Giudecca, dort sind wir ausgestiegen, haben uns das von außen sehr unscheinbare 5Sterne Hotel Cipriani angesehen in dem sich wohl die Hollywoodstars die Klinke in die Hand geben. Außerdem hat man von hier eine tolle Aussicht rüber auf den Markusplatz.

Dann weiter mit dem Vaporetto, jetzt übergesetzt und am Marcusplatz ausgestiegen. Eigentlich war es den ganzen Tag bewölkt, jetzt kam aber die Sonne durch und ließ den Marcusplatz mit dem Dogenpalast dem Marcusdom und seinem Campanile erstrahlen.

Inzwischen war es schon so spät, dass aus meinem schon so lange ersehnten Kaffee auf dem Marcusplatz ein Aperol wurde. Im Café Florian fanden wir einen Tisch in erster Reihe und haben es wirklich genossen, dort zu sitzen und unseren Spritz mit einem Schälchen Oliven und Chips zu trinken. Dass man zu dem schon recht ordentlichen Preis für den Aperol noch 5€ pro Person Musikerpauschale bezahlt, muss man einfach so hinnehmen.

Morgens auf der Fahrt durch die Kanäle sind wir durch ein nettes Viertel mit Restaurants am Wasser gefahren, und haben uns dort auch schon eins ausgeguckt. Nachdem wir telefonisch  vorsichtshalber reserviert haben, sind wir jetzt auch dort hingelaufen. Das Casa Bonita war eine sehr gute Wahl. Meine venezianische Leber mit Polenta und auch Wim seine Steakstreifen waren echt lecker. Allerdings saß Wim so nahe am Kanal, dass ich jedes Mal, wenn er aufstand, Angst hatte, dass er mit Stuhl im Wasser landet 😉

Jetzt war der Weg zu den Trams auch nicht mehr sehr weit. Zwischendurch noch ein Eis für Wim, und dann die nächste Tram zum Festland und die 10 min zum Stellplatz gelaufen. Ein wunderschöner Tag ist zu Ende!!!

Sonntag

Wir hatten uns vorgenommen, recht früh weiterzufahren. Wim war erstmal in dem nahen Park laufen. Ich habe in der Zeit schon Frühstück gemacht, danach wieder alles zusammengeräumt und gegen 10 Uhr waren wir dann auch tatsächlich schon unterwegs.

Nächstes Ziel Slowenien. Kurz noch eingekauft und dann zur Grenze. In Slowenien braucht man für die Autobahnen eine Vignette, wir haben uns gleich für die Monatsvignette entschieden, obwohl wir dann festgestellt haben, dass wir erstmal nur Landstraße fahren. Im Nachhinein hätten wir die Vignette tatsächlich nicht gebraucht!

Wir fuhren durch das Soca-Tal bis nach Tolmin. Dort ist am Ortsausgang ein Campingplatz und da richten wir uns für die nächsten Tage erstmal ein. Das erste Mal wird der Teppich rausgeholt, die Markise ausgefahren und der Nachmittag ganz entspannt in der Sonne verbracht. Wim hat noch eine Fahrraderkundungstour gemacht, bevor abends der Grill angeworfen wurde und wir lecker fleischlos mit viel Gemüse, Kartoffeln und Grillkäse gegessen haben.

Montag

Nachdem Wim morgens im lokalen Supermarkt leckeres Körnerbrot gekauft hat, haben wir wie bisher immer in diesem Urlaub, draußen gefrühstückt.

Heute wollen wir mit den Fahrrädern zu einem Wasserfall. Die Strecke dorthin geht kräftig bergauf und bergab. Das letzte Stück müssen wir dann noch zu Fuß, auch steil bergauf laufen, bis wir an dem Wasserfall „Slap Sobote“ sind. Wir entscheiden uns, die Strecke nicht zurückzufahren, sondern weiter und durchs Tal zurück. Im Ort Baca Pri Modreju trinken wir in der Ortskneipe etwas, bevor es über eine vielbefahrene Hauptstraße bis Most Na Soci weitergeht. Hier wird sie Soca zu einem See und wir legen eine Badepause ein, bzw. Wim springt an einer tiefen Stelle, an der ein Seil und Sprungbrett ist in den See. Dann suchen wir uns im weiteren Verlauf nochmals eine Stelle zum Sonnen mit der recht lauten Straße im Hintergrund. Kurz vor Tolmin, wo ein kleiner Fluss in die Soca fließt, ist wieder ein schöner Naturstrand und eine tolle Strandbar, (Wim hatte sie am Vortag schon entdeckt) und wir genießen die Zeit bei einem Aperol/Gin Tonic, bis die Sonne langsam hinter dem Berg verschwindet und wir wieder zum Campingplatz zurückfahren. Auch wenn die Strecke nur 26 km lang war, haben wir den Tag sehr gut rumgekriegt.

Abends sind wir dann wieder mit den Rädern nach Zatolmin, in das Restaurant Slavečki Stjepan, welches uns vom CP empfohlen wurde. Das war auch wirklich sehr gut besucht. So ganz begeistert waren wir leider nicht, vielleicht lag es aber auch einfach an unserer Speisenauswahl. Wim hat dann in der „Bar“ vom CP noch die Schnapsauswahl getestet.

Dienstag

Heute war endlich mal Waschtag angesagt. Also ganz entspannt den Tag angegangen, und erst als die Wäsche gewaschen und auch schon wieder trocken war, sind wir gegen Mittag auf zur Tolminska Korita, einer Schlucht etwas außerhalb von Tolmin.

Mit den Fahrrädern sind wir bis zum Eingang gefahren. Dort haben wir Eintritt bezahlt und sind zu Fuß weiter. Es war ein sehr super Rundweg durch die Schlucht mit vielen Stopps um die Eindrücke aufzunehmen und natürlich im Bild festzuhalten.

Wieder am Ausgangspunkt war ein Restaurant und wir haben das gleich genutzt und ausgiebig gegessen. Dann mit den Räder wieder in den Ort und dort noch einen Kaffee getrunken und Eis gegessen. Inzwischen hatte es sich zugezogen und aus unserem geplanten Sonnenbad wurde dann nichts.

Den restlichen Tag/Abend waren wir dann am Wohnmobil, haben schon unsere Sachen eingepackt, denn morgen soll es weitergehen.

Mittwoch

Unser heutiges Ziel ist der Bohinjsko-See. Eigentlich sind das nur ungefähr 60 km Strecke, aber alles über Land, die Straßen waren zwischendurch recht eng und es ging in engen Serpentinen die Berge rauf und runter. Mit einem kleinen Zwischenstopp in dem kleinen Restaurant Brunarica Slap entlang der Strecke, (Wim hat dort die immer wieder angepriesene und wirklich sehr leckere Soca-Forelle gegessen), war ich froh, endlich  wieder im Tal angekommen zu sein. In Bohinjska Bistrica haben wir noch etwas eingekauft, bevor wir zu unserem ausgesuchten CP weiterfuhren. Am See angekommen, waren wir erstaunt, wie voll es da war. Der Campingplatz am anderen Ende des Sees war dann auch ausgebucht und wir mussten umplanen. Also wieder zurück nach Bohinjska Bistrica. Auf dem Camp Danica war noch was frei und wir konnten zwischen verschiedenen Plätzen wählen. Inzwischen war es auch schon wieder Nachmittag und wir haben die Zeit entspannt am WoMo verbracht und haben uns abends Hähnchen mit Satesoße  gemacht.

Donnerstag

Heute wollen wir mal eine Wanderung machen. Nach dem Frühstück ging es direkt vom Platz aus los. Über den Fluss, ging es gleich einen ordentlichen Anstieg hoch. Dann kamen wir auf eine wunderschöne Almwiese mit kleinen Hütten. Eine war neu angelegt und wir konnten uns kaum von ihr trennen, so schön war dort der Ausblick und die Hütte an sich. Wir ahnten auch noch nicht, was jetzt vor uns lag. Sehr steil und fast auf allen Vieren ging es auf den Berg Rudnica hoch. Es nahm kein Ende und wir haben immer mal wieder Verschnaufpausen einlegen müssen, aber der Ausblick oben hat dann für alles entschädigt. Der Abstieg war dann sehr steinig und auch anstrengend und wir waren froh, als wir endlich wieder im Tal waren und nur noch eine recht lange Strecke flach wieder zum Campingplatz mussten. Auf der ganzen Wanderung sind uns nur mal 2 Radfahrer am Anfang und ein Wanderpärchen auf dem Gipfel begegnet. (Wir hatten reine Wanderzeit 2 1/2 Stunden, ca. 10 km und fast 500 HM.)

Wir haben dann unsere Badesachen genommen und uns in dem Fluss am CP abgekühlt und noch etwas in der Sonne gelegen.

Abends haben wir in dem Restaurant Gostisce Danica vor dem CP sehr gut gegessen, sind mit einem Ehepaar nett ins Gespräch gekommen und hatten einen schönen Abend.

Freitag

Heute geht es weiter nach Bled. Nach der Erfahrung gestern mit dem ausgebuchten CP haben wir in Bled vorsichtshalber reserviert, da auch das Wochenende anstand. Allerdings konnte man nur für mindestens drei Nächte reservieren, aber egal. 

Wir haben mal wieder vor dem Frühstück unsere Sachen gepackt und sind los. Bis Bled sind es nur ca. 20 km und so waren wir schon früh dort. Haben einen sehr schönen Platz bekommen, und nachdem der Wagen endlich gerade stand auch erstmal gefrühstückt.

Lesend bzw. arbeitend haben wir dann den weiteren Tag verbracht. Auch noch mal wieder eine Maschine Wäsche gewaschen. Nachmittags sind wir dann mit den Rädern zum See runter und an der Straße lang Richtung Bled gefahren. Dort haben wir an einer Promenade einen Kaffee/Aperol getrunken und mal wieder ausgiebig Leute beobachtet. Dann weiter den See umrundet bis wir wieder am CP waren, das waren ca. 6 km.

Heute Abend wurde wieder selber gekocht, es gab Nudeln mit Tomatensauce und slowenischer Mettwurst.

Samstag

Da immer noch wunderbares Sommerwetter war, wollten wir heute mal am See die Sonne genießen. Vorher haben wir uns aber eine kleine Wanderung rausgesucht. Die ging erst hoch zu einem wunderschönen Aussichtspunkt über den See. Dort waren wir auch nicht allein, sondern es war wohl das Ausflugsziel aller Bledbesucher. Dann weiter in die Höhe und dort waren wir dann auch fast allein und hatten einen noch schöneren Ausblick. Heute haben wir an unsere Wanderstöcke gedacht und das war auch wirklich gut. Es war zwischendurch wieder sehr steil und steinig. Auch wenn die Runde keine fünf Kilometer lang war und nur 300 HM hatte, waren wir doch froh, als wir wieder in der Bar vor dem CP ankamen und eine Bleder Cremeschnitte genießen konnten.

Danach haben wir uns badefertig gemacht und sind endlich zum Sonnen und für ein kurzes Bad an den See gegangen, bevor die Sonne dort verschwand.

Abends haben wir dann in dem Restaurant vor dem Campingplatz gegessen, und es war auch wieder sehr lecker.

Sonntag

Für heute haben wir uns einen faulen Badetag am See vorgenommen. Mit Decke und Handtüchern ausgestattet sind wir zu der Liegewiese am See runter und haben bis in den Nachmittag hinein am See gelegen und waren jeder einmal im Wasser.

Am Nachmittag sind wir dann mit den Rädern nochmal um den See, um irgendwo etwas zu trinken. Am Ende sind wir wieder in dem Café vom Vortag gelandet, weil es dort immer noch am schönsten war und die Sonne dort auch noch schien.

Auf dem weiteren Rückweg um den See entdeckte Wim dann das Restaurant Sova , welches ihm auf Anhieb gefiel und wir bekamen tatsächlich noch einen letzten Tisch im ersten Stock mit herrlichem Blick auf den See, und auf Empfehlung des Kellners hat Wim Lammkeule gegessen und ich ein Risotto.

Im Dunklen sind wir dann weiter um den See wieder zum Campingplatz.

Montag

Alle Sachen wieder einpacken und nach einem kleinen Frühstück ging es weiter. Heute waren unsere Ziele etwas unterschiedlich, am Ende haben wir uns für Planica entschieden. Erstmal mussten wir aber mal einkaufen, da alle Vorräte erschöpft waren. An der Autobahnauffahrt war ein Lidl und das haben wir ausgenutzt.

Dann sind wir auf die Autobahn, endlich kam uns der Kauf der Vignette mal zugute, um dann festzustellen, dass wir gar nicht auf die Bahn gemusst hätten. Na ja, kurz vor Mittag waren wir dann in der Skiprungschanzenhochburg Planica mit 8 unterschiedlich großen Schanzen, unter anderem die wohl weltweit größte Flugschanze und waren beeindruckt.

Auf dem dortigen Parkplatz konnten wir auch über Nacht bleiben und es gab Stromsäulen.

Ich habe dann mal die Umgebung mit dem Informationszentrum erkundet, während Wim die Sonne genossen hat. Es wurde dort von der großen Schanze auch eine Zip-Line angeboten, aber leider nur am Wochenende. Am Nachmittag haben wir noch einen großen Spaziergang in das Bergmassiv dort gemacht, sehr beeindruckend.

Abends wurde mal wieder lecker fast fleischfrei gegrillt.

Dienstag

Heute Morgen haben wir uns vorgenommen, zu Fuß die große Schanze hochzugehen. Also sind wir bei herrlichem Sonnenschein die 1191 Stufen bis ganz oben, also wirklich dem Absprung der Springer. Anstrengend, aber wirklich lohnenswert. Runter haben wir erst einen Fußweg genommen, der auch an den anderen Schanzen und dem Sessellift vorbeiging. Auf den anderen großen Schanzen wurde heute fleißig trainiert. Einen Springer konnten wir mal fragen, wo er denn herkommt, er kam aus China. Wir konnten uns gar nicht sattsehen, ihnen beim Springen zuzusehen.

Über Mittag haben wir dann wieder die Sonne genossen, bevor wir nachmittags nochmal die Räder rausgeholt haben und 8 km nach Kranjska Gora über einen Radweg auf einer alten Bahntrasse gefahren sind. Das ist ein absoluter Wintersportort und wir haben erst in einem Café mit Eiskaffee und Aperol dem Treiben zugesehen. Dann den übersichtlichen Ort  und die hübsche Kirche besichtigt. Wim hat über Tripadvisor ein Restaurant für den Abend rausgesucht. An der Talstation eines Sesselliftes haben wir im Lacni Kekec eine super Location gefunden. Wieder hatten wir einen Kellner, der wirklich Spaß an seiner Arbeit hatte und uns mit seinen Empfehlungen zu einem leckeren und originellen Essen verholfen hat.

Da der Mercator noch bis acht aufhatte, haben wir es sogar noch geschafft, die letzten Besorgungen zu machen, unter anderem noch Slowenisches Bier einzukaufen

Der Rückweg war dann wieder im Dunkeln, und die letzten zwei Kilometer rauf nach Planica war ich doch sehr froh um mein Ebike.

Mittwoch

So langsam steht die Rückreise wieder an. Wir haben uns für heute vorgenommen, durch Österreich durch bis zum Chiemsee zu fahren. Also wieder alles einpacken. Wasser komplett entleeren, hatten wir doch die letzten zwei Tage im WoMo geduscht, einen letzten Blick auf die trainierenden Springer zu werfen und los.

Wim wollte unbedingt über den Wurzenpass fahren, auch wenn ich nicht so dafür war. Es war rauf auch eine entspannte Fahrt, nur runter war es an kurzen Abschnitten sehr steil, aber gut zu fahren. Unten dann getankt und das Pickerl für Österreich gekauft.

Dann auf die Autobahn. Wir wollten den Tauerntunnel umfahren, also in St. Michael im Lungau rausgefahren um dann festzustellen, dass der Tauernpass auch mautfplichtig ist. Aber egal, wir hatten Zeit und sind dann über die landschaftlich sehr schöne Passstraße und in Radstadt wieder auf die Autobahn.

In Salzburg haben wir dann noch einen Stopp im Outletcenter gemacht. Parken für Wohnmobile war leider nicht so toll ausgeschildert, also haben wir auf einem normalen Parkplatz am Rand gestanden, hat aber keiner reklamiert.

Dann noch die letzten 60 km bis zum Chiemsee zum Panorama Camping Harras direkt am See.

Ohne Probleme einen Platz bekommen (wenn auch nicht am Wasser, angeblich muss man den 1 Jahr im Voraus reservieren), einen Platzrundgang gemacht und dann zum Abendessen Thunfischsalat mit Brezn gemacht. Dann noch etwas draußen gesessen, bis es anfing zu regnen.

Donnerstag

Leider war uns das Wetter heute nicht so gesonnen. Wir konnten zwar noch draußen frühstücken, doch dann fing der Regen an. Erst am Nachmittag sah es mal besser aus. Da haben wir uns entschieden zu Fuß nach Prien zu gehen. Leider ging der Weg nicht am Wasser lang, da das alles Privatgrundstücke sind. Endlich in der Stadt angekommen, durch ein paar nette Läden gebummelt, haben wir uns in einem Café mit Kuchen, Kaffee und dem ersten Federweißen des Jahres gestärkt. Eigentlich wollten wir mit dem Ringbus zurück zum CP fahren, da es auch immer mal wieder leicht regnete, aber da hätten wir noch über eine Stunde warten müssen, also den Rückweg auch gelaufen. Im Restaurant vor dem CP haben wir für abends noch einen Tisch reserviert. Als wir wieder am WoMo ankamen, fing es dann richtig an zu regnen, so dass auch bald der Platz ziemlich unter Wasser stand.

Abends waren wir dann beim „Fischer am See“ lecker Fisch essen und zum Nachtisch haben wir uns noch Apfelküchlein gegönnt, bevor wir bei starkem Regen versucht haben einigermaßen trockenen Fußes zu unserem Platz zu kommen.

Freitag

Die nächste Etappe sollte heute erstmal nach Nürnberg gehen, da Wim seinem ehemaligen Arbeitgeber noch einen kurzen Besuch abstatten wollte. Kurz nach zehn sind wir los. Mit viel Stau waren wir dann auch gegen drei endlich da. Wim hat mich in der Stadt rausgelassen und ich bin durch Nürnberg gebummelt und habe beim Wurzelsepp meine Teevorräte aufgefüllt.

Um fünf hat er mich dann in Bahnhofsnähe wieder eingesammelt. Wir wollten noch ein Stück weiter fahren und dann auf einem Landvergnügenhof  übernachten. Alle die wir angerufen haben waren entweder schon ausgebucht oder gingen gar nicht erst ans Telefon. Schließlich haben wir über Stellplatzradar ein Weingut gefunden, der meinte, er findet noch ein Plätzchen für uns.

So sind wir auf dem Weingut Mangold in Neuses am Berg gelandet. Ein Winzer, der eine Wiese für Wohnmobile zur Verfügung stellt. Sehr herzlich wurden wir aufgenommen und eingewiesen. Den Abend haben wir dann feucht-fröhlich mit Kurt und seiner Frau, seiner Tochter Nicole und ihrem Mann und noch einem Pärchen an den Holztischen auf dem Hof verbracht. Die einen fuhren mit ihren Oldtimern in den Meran zu einer Rallye und die anderen kamen aus dem Urlaub von Nord und Ostsee wieder. Bei Rotling und Brotzeit hatten wir viel Spaß.

Samstag

Der Brötchenservice  am Morgen klappte auch wunderbar. Allerdings war es trotz Sonne sehr frisch, so dass wir uns das erste Mal in diesem Urlaub für Frühstück drinnen entschieden.

Dann haben wir unser WoMo umgeparkt, da wir noch eine Radtour machen wollten und nicht auf dem Platz stehen bleiben konnten.

Mit den Rädern sind wir dann durch die Weinberge und mit einer Fähre über den Main bis Volkach gefahren. Dann nochmal bei herrlichem Sonnenschein durch den süßen Ort geschlendert, wie immer in einem Café etwas getrunken, bevor es die 10 km wieder zurück zum Stellplatz ging.

Gegen drei dann die Räder eingepackt, unterwegs noch eine Kaffeepause im Wohnmobil gemacht, und dann diesmal ziemlich staufrei Richtung Heimat.

In Schalksmühle haben wir an einer Entsorgungsstation unsere Abwassertanks geleert, in Breckerfeld ein paar Einkäufe erledigt, so dass wir gegen halb acht wieder zuhause waren.

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