Juli 20

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Zweites Landvergnügen-Wochenende Lindlar

By Karin

Juli 20, 2021


Nach unserer letzten guten Erfahrung mit Landvergnügen, wollten wir einen neuen Versuch starten. Der von uns favorisierte Hof konnte uns leider wegen des in der Woche sehr starken Regens nicht nehmen, da der Platz noch unter Wasser stand. Daher haben wir bei dem Biohof Spicher nachgefragt und konnten kommen. Da Wim am Montag nach Köln weiter wollte, hatte ich eigentlich vor, dann von da aus mit dem Zug zurückzufahren. Aber auch da machte uns das Unwetter einen Strich durch die Rechnung. Es war noch nicht abzusehen, wann wieder Züge fahren. Also bin ich mit meinem Auto gefahren. Unser Platz war neben dem Hofladen an einer recht stark befahrenen Straße, wir konnten uns von der Straße weg ausrichten und auch mein Auto dort parken.

Der erste Weg ging dann erstmal in den Hofladen. Diesmal gab es dort selbstgemachten Käse, gefrorenes Rindfleisch, Salami und andere Rinderwürstchen, außerdem Eier und Dekoartikel. Hatten auch ein sehr nettes Gespräch mit der Ladenbesitzerin, wir nehmen auch an, die Landwirtin. Außerdem gab es auf der anderen Seite einen kleinen Raum mit einer Eierbar, einer Milchtankstelle und einem Büchertauschregal. Außerdem war schräg gegenüber ein Bäcker.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, diesmal standen wir vollständig autark, also auch ohne Strom, und eine kleine Pause gemacht haben, sind wir zu Fuß in die Stadt, das waren ca. 15 min. Dort haben wir gegenüber der Kirche im Cafe Biesenbach bei Kaffee und Kuchen einer Hochzeit zugesehen, die gerade aus der Kirche kam.

Dann haben wir uns den Einstieg für den Steinhauerpfad gesucht, ein Rundweg mit dem Thema „Leben, Leiden und Denkmal der Steinhauer“. Über eine Länge von gut 6 km ging es durch Wälder, vermooste Gegenden und immer mal wieder Steinbrüche. Am Ende ging es über einen großen Steinbruchbetrieb, in dem auch jetzt noch die Grauwacke verarbeitet wird.

Wieder in der Stadt angekommen, haben wir uns noch ein Eis gegönnt, bevor wir wieder zu unserem Wohnmobil zurückgelaufen sind.

Dann haben wir uns ins Auto gesetzt, da wir den etwas außerhalb gelegenen Campingpark im Bergischen Land ansehen wollten. Der war auch wirklich nur auf sehr engen, überwiegend geschotterten Wegen zu erreichen. Einmal über den Platz gelaufen und mit der sehr netten Besitzerin gesprochen und dann wieder weiter. Jetzt noch schnell ein Aldi-Einkauf, damit Wim auch in der kommenden Woche einen Vorrat hat.

Später sind wir dann mit dem Auto in die Stadt gefahren und haben im Alten Amtshaus im Biergarten zu Abend gegessen. Auch wenn das Personal nicht das Schnellste war und wir über eine Stunde auf unser Essen gewartet haben, so war es doch ein sehr schöner Abend.

Am nächsten Morgen (wir haben trotz der Straße doch sehr gut geschlafen), gab es vom Bäcker gegenüber leckere Brötchen. Bei super Wetter konnten wir draußen frühstücken.

Heute stand das LVR-Freilichtmuseum auf dem Plan. Auf einem weitläufigen Gelände wird man zwischen historischen Gebäuden, angelegten Gemüsegärten und Viehweiden immer wieder in das frühere Leben und die Arbeitswelt zurückversetzt. In einer historischen Bäckerei wird frisches Brot gebacken, die Seilerei zeigt die Kunst des Seilziehens, man bekommt Einblick in ein altes Bandweberhaus. Ein kleiner Kiosk, der in Wermelskirchen abgebaut wurde, verkauft dort wieder „Pfennigartikel“. Wir waren in der Museumsherberge und einem Kleinstwohnhaus, in dem aber bis zu 10 Personen lebten. Ein sehr entspannter Tag bei herrlichem Wetter.

Den Nachmittag haben wir dann noch etwas in der Sonne vor dem WoMo ausklingen lassen, bevor Wim dann weiter nach Köln gefahren ist und ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht habe.

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