September 29

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Elbsandsteingebirge und Lausitzer Seenland

By Karin

September 29, 2020


URLAUB · 29. September 2020

Weimar

Jetzt standen zwei Wochen Urlaub an, man muss sich ja noch steigern.

Zwei Tage vorher war uns noch immer nicht klar, wo es hingehen soll. Zur Auswahl stand wieder die Niederlande mit einem Besuch bei Laura, die sächsische Schweiz, verbunden mit einem Treffen mit Lembckes oder vielleicht doch der Süden, z.B. Südtirol…..

Es wurde dann die sächsische Schweiz mit dem Elbsandsteingebirge und der Lausitzer Seenplatte.

Freitag Mittag ging es los, das erste Ziel sollte erstmal Weimar sein. In Weimar selber gab es keinen Stellplatz, der uns so richtig ansprach aber etwas südlich in Oettern war ein idyllisch gelegener Campingplatz, den wir gegen 19 Uhr erreichten. Wir bekamen ohne Probleme einen Platz. Das Betreiberehepaar hatte einen kleinen Imbiss dabei und bis 19.30 Uhr gab es auch etwas zu Essen. Wir probierten die leckere Thüringer Soljanka und eine Lavendellimonade.

Am nächsten Morgen wurden wir erstmal von Regen geweckt. Nach dem Frühstück machten wir uns, obwohl es wieder nach Regen aussah, mit den Fahrrädern auf Richtung Weimar. Das waren ca. 10 km. Wir kamen am Schloss Belvedere vorbei, fuhren mit den Rädern durch den Park und bewunderten die Orangerie.

Dann weiter durch einen Park an der Ilm, dort spielten zwei GeigerInnen klassische Stücke und man musste einfach stehenbleiben und zuhören, am Stadtschloss vorbei in die Innenstadt. Auf dem Marktplatz war ein Töpfermarkt. Wie zu Coronazeiten üblich nur mit Maske zu betreten und im Einbahnstraßenmodus. Wir haben uns beim Restaurant „Zum schwarzen Bären“ draußen hingesetzt und etwas gegessen. Dann weiter durch die vielen Gassen. Ein nächster Stopp war in Goethes Schokolädchen, wo wir mit Glück draußen einen Tisch bekamen und einen leckeren Eiskaffee, einen Latte Macchiato, einen Florentiner und Pralinen gegessen haben. Auf dem Goetheplatz stand ein City Skyliner, ein Turm, der mit einer Aussichtsplattform 80m in die Höhe fuhr. Jetzt kam sogar mal etwas die Sonne durch und wir hatten einen grandiosen Ausblick über die Stadt.

Zurück fuhren wir entlang der Ilm, das war zwar etwas weiter, aber leichter zu finden und ohne große Steigungen. Unterwegs noch ein Zwischenstopp an einem Nahkauf und für das Abendessen eingekauft.

Heute Abend wurde dann auch der neue Grill eingeweiht. Es gab Käsespieße und Lammkotelett mit Salat.

Obwohl es zwischendurch immer mal anders aussah, hatten wir einen trockenen Tag, sogar mit ein paar Sonnenstrahlen am späten Nachmittag.

Eldsandsteingebirge

Sonntag ging es dann weiter Richtung Bad Schandau in der sächsischen Schweiz. Unterwegs haben wir noch einen Zwischenstopp in Leukersdorf bei Elke und Manfred gemacht, Ilka kam auch und wir haben ihren Freund Mario kennengelernt. Aus dem kurzen Hallosagen wurden fast 2 Stunden, aber wir haben uns alle gefreut, uns zu sehen.

Gegen sechs waren wir dann auf dem Campingplatz im Kirnitzschtal, den wir uns vorher ausgeguckt hatten. Aber leider war der mal wieder schon voll belegt. Da es kein Internet gab, sind wir erstmal zu Astrid und Uli in ihr Hotel „Zum Forsthaus“, haben ihr Wlan im Hotel genutzt und überall herumtelefoniert, ob es noch einen freien Platz gibt, leider erfolglos. Eigentlich standen wir bei ihnen auf dem Parkplatz sehr gut zum Übernachten. Wir haben dann mit ihnen im Hotel gegessen und den Abend verbracht und wollten uns eigentlich bei dem Hotelchef nur noch das OK einholen, dass wir da übernachten dürfen. Der erklärte uns aber, dass es im Nationalpark grundsätzlich nicht erlaubt ist, auf Parkplätzen zu übernachten und das auch streng kontrolliert wird.

Da Wim mit Uli genug Königssteiner Berggeist getrunken hatte, lag es jetzt an mir, zu fahren. Der Kellner gab uns den Tipp, den Parkplatz in Bad Schandau an der Elbe anzufahren. Dort fanden wir dann auch einen schönen Platz direkt am Fluss. Wenn die Eisenbahn nicht im Viertelstundentakt und die Personenfähre mitten in der Nacht gefahren wäre, hätten wir eine ruhige Nacht gehabt.

Am nächsten Morgen gab es frische Brötchen vom Bäcker. Und nachdem wir im Wohnmobil gefrühstückt haben, sind wir wieder zu unserem Campingplatz an der Ostrauer Mühle und haben einen Stellpatz bekommen.

Lembckes haben uns dort dann eingesammelt. Wir sind auf den Parkplatz Hohnstein gefahren. Von dort ging ein Shuttlebus direkt zur Bastei. Obwohl es sehr voll war, hatten wir grandiose Ausblicke auf die Felsformationen und hinunter zur Elbe. Wim und ich sind dann bis Rathen runtergelaufen und Astrid und Uli haben uns mit dem Auto dort eingesammelt. Jetzt haben wir etwas  zum Kaffeetrinken gesucht. Leider konnten sie in Rathen nirgends parken und so sind wir bis Königsstein gefahren. Dort hatte aber das große Kaffeehaus zu.

Auf der anderen Seite der Elbe war ein Restaurant zu sehen, und so haben wir mit der Fähre übergesetzt und dort nett gesessen und etwas gegessen. Leider kam mit dem Essen auch eine Invasion an Wespen und eine hat es tatsächlich geschafft, in meinen Mund zu fliegen und mich in die Zunge zu stechen. Mit Eiswürfeln und Globuli war es dann zwar unangenehm, aber auszuhalten.

Am Abend haben Lembckes in ihrem Hotel gegessen, wir haben wieder den Grill angeschmissen und an unserem WoMo neben dem rauschenden Wasserrad gegessen. Dann sind Lembckes zu uns gekommen und wir haben den Abend mit UNO-spielen im Wohnmobil verbracht.

Dienstag Morgen haben wir alles wieder eingepackt und sind zur Entsorgung auf dem Campingplatz gefahren. Genau in der Zeit kamen Lembckes und haben uns natürlich erstmal gesucht, zumal Handy und Internetempfang in der ganzen Region eine Katastrophe ist.

Heute war die Festung Königsstein angesagt. Wir sind mit beiden Fahrzeugen hin, da wir anschließend weiter wollten. Die WoMo-Parkplätze am Parkhaus waren aber belegt und wir bekamen die Info, dass wir hoch zur Burg fahren können, da sind noch mehr Möglichkeiten. Also Astrid und Uli eingeladen und hoch zur Festung, wo wir tatsächlich für 8€ 4 Stunden stehen konnten.

Auf der Festung haben wir überlegt, dass eine Führung nicht schlecht wäre, und bekamen auch für 12 Uhr noch Karten. Die einstündige Führung hat uns interessante Einblicke in die Geschichte und das Leben auf der Burg gegeben. Danach war mal wieder Essen angesagt. In einem SB-Restaurant haben wir riesige Stücke Kuchen und Kaffee bekommen.

Dann sind wir den Wall entlang gelaufen, er ist 1800 Meter lang und bietet wieder sensationelle Blicke über die Landschaft.

Inzwischen war so viel Zeit vergangen, dass wir uns von Lembckes verabschiedeten, sie wollten noch etwas bleiben und wir haben uns auf den Weg nach Bautzen gemacht.

Unsere Strecke führte uns überraschenderweise auch ein Stück durch die Tschechei. Außerdem wollten wir gerne nach Herrnhut. Dort haben wir in der Manufaktur den Frauen zugesehen, wie die kleinen Sterne hergestellt werden und uns zur Erinnerung zwei kleine Sterne mitgenommen.

Bautzen

Da wir erst am Abend in Bautzen ankamen, haben wir uns entschieden, einen Stellplatz in der Stadt zu suchen, dort etwas Essen zu gehen und erst am nächsten Tag auf den Campingplatz zu fahren.

Am Schützenplatz standen noch andere Mobile und wir haben uns dazugestellt. Wir sind zu Fuß in die Innenstadt und haben auf dem Marktplatz bei einem Italiener draußen gesessen und etwas gegessen. Dann wieder zurück um Wohnmobil und eine herrlich ruhige Nacht verbracht.

Als wir morgens wach wurden, haben wir uns überlegt, dass wir uns direkt auf den Weg zu dem Natur- und AbenteuerCampingplatz am Stausee machen. Das waren nur 4 km dorthin. Zwischendurch noch bei Aldi angehalten und etwas eingekauft. U.a. hatten sie einen kleinen Teppich, der perfekt ins Wohnmobil passt.

Wir bekamen einen schönen Platz und haben uns häuslich eingerichtet und erstmal gefrühstückt.

Danach noch geduscht. Der Campingplatz hatte das bisher schönste und großzügigste Sanitärhaus, was wir bisher gesehen haben. Außerdem sehr saubere Küchenräume und einen Wasch- und Trockenraum. Ich habe die Gelegenheit genutzt und eine Maschine Wäsche gewaschen.

Nachmittags haben wir die Gegend mit den Fahrrädern erkundet. Eigentlich sind wir nur zum See gefahren, haben in dem Strand Café eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und uns dann an den See gelegt und gelesen.

Abends wurde wieder gegrillt. Da die Abende inzwischen recht frisch sind und es auch schon früh dunkel ist, sind wir dann ins WoMo und haben den Abend drinnen verbracht.

Am nächsten Morgen wollten wir eigentlich früh los. Da uns aber die Mücken um die Nachtruhe gebracht haben, brauchten wir morgens etwas länger um wach zu werden.

Wir kannten wieder draußen frühstücken. Außerdem hatten einen sehr gesprächigen Nachbarn, der uns auch noch etwas zugequatscht hat, so dass wir doch erst gegen 11 Uhr loskamen.

Wir hatten uns überlegt, nochmal nach Bautzen in die Stadt zu gehen, aber da wir noch nach Bunzlau wollten, entschieden wir uns, direkt nach Polen zu fahren.

Das war ungefähr eine Stunde Fahrt. Wie auch schon durch die Tschechei ist die Grenze kaum noch zu erkennen. Lediglich an den anderen Straßenschildern merkt man, dass man ein neues Land erreicht hat.

Die Porzellanmanufaktur haben wir dank Navi, da etwas versteckt, auch gefunden. In dem Laden wird man erstmal von den vielen unterschiedlichen Muster und Farben etwas erschlagen. Aber da ich ungefähr wusste, was ich wollte, sind wir auch schnell fündig geworden.

Im Ort war ein Carrefour und auch noch weitere Porzellanläden, da haben wir dann nochmal gehalten und uns umgeschaut und etwas eingekauft.

Dann wieder zurück nach Deutschland. Schließlich wollten wir heute noch an die Lausitzer Seenplatte und die Erfahrung bisher zeigte ja, dass man früh genug sich um einen Stellplatz kümmern muss.

Lausitzer Seenland

Aber auch da wieder…als wir ankamen, war der Platz schon ausgebucht. Wir konnten davor auf dem Parkplatz die Nacht stehen und am nächsten Tag dann nachrücken. Strom konnten wir von dem ersten Wagen auf dem Platz abzapfen, also alles gut.

Wim hatte bei seinem Gang über den Platz auch mit Leuten gesprochen, die am nächsten Tag abreisen und uns dann ihren Platz überlassen wollen. Wir blieben an dem Abend auch nicht die einzigen in der Unser Ziel war ein Stellplatz am Dreiweiberner See, der uns im Internet wirklich gut gefiel.

Warteschleife.

Am nächsten Morgen sah es nach einem waren Run auf die freiwerdenden Plätze aus. Letztendlich bekamen wir aber unseren Platz.

Der Platz war wirklich so, wie wir uns das gewünscht haben, direkter Zugang zum See. Glasklares Wasser und ein herrlicher Sandstrand davor. Außerdem sommerliche Temperaturen, so dass wir viele Stunden dort verbrachten.

Nachmittags haben wir uns an der Strandbar vor dem Stellplatz einen Eiskaffee (3€) gegönnt.

Am frühen Abend hat Wim sich dann aufgerafft und ist eine Runde um den See gelaufen (ca. 17km). Ich bin die Runde mit dem Fahrrad gefahren. Außerdem wollte ich im Ort noch etwas einkaufen. Unterwegs fiel mir dann ein, dass ich keine Maske mithabe. Bin dann einmal rum, wieder zum Stellplatz, Maske geholt und zum Netto-Markt. Dann eingekauft und zurück. Wir waren fast zeitgleich wieder am Stellpatz. Haben nochmal unsere Badesachen genommen und sind wieder zum See baden und trockensonnen. Einfach herrlich.

Samstag Morgen dann erstmal direkt wieder in den See. Nach dem Frühstück wollten wir mal mit den Fahrrädern nach Hoyerswerda. Das waren wohl 13 km. Es war ein schöner Weg, alles auf eigenen Fahrradwegen, bis wir in Stadtnähe kamen. Dort haben wir uns dann erstmal verfahren, bis wir den Marktplatz in der Altstadt gefunden haben. Außerdem hatten wir 19 km hinter uns. In der Stadt war nichts los, die Läden hatten alle schon geschlossen, aber auf dem Markt waren ein paar Restaurants und wir haben uns zu einem Italiener im Ratskeller gesetzt, eine Kleinigkeit gegessen und getrunken und damit unsere Energie wieder aufgetankt. Zurück sind wir eine andere Strecke gefahren, waren aber trotzdem 17 km unterwegs.

Den Rest des Tages haben wir noch am See verbracht, bevor wir abends zum Essen in die Pyramide am See gefahren sind. Wir bekamen fast den letzten Tisch und haben sehr nett draußen gesessen. Leider haben wir 1,5 Std auf unser Essen gewartet, dafür war es aber frisch zubereitet und lecker. Nach dem Bezahlen haben wir dann gesehen, dass mein stilles Wasser 0,4lt (ich vermute sogar Leitungswasser) 4,40€ gekostet hat.

Sonntag stand ganz im Zeichen des Nichtstuns. Das Wetter war immer noch sagenhaft warm, so dass wir den ganzen Tag am Strand verbracht haben. Abends noch einen Cocktail an der Strandbar getrunken und wieder gegrillt.

Obwohl es uns schwerfiel, sind wir Montag Morgen weiter. Wir haben direkt alles zusammengepackt, bezahlt und sind los Richtung Geierswalder See. In Hoyerswerda haben wir noch bei DM und REWE angehalten und eingekauft und waren dann schon vor elf am nächsten Ziel. Irgendwie fanden wir aber unseren ausgesuchten Stellplatz nicht und sind auf einem wieder direkt am See gelandet, der auf den ersten Blick auch nett aussah. Also eingeparkt, aufgebaut und erstmal gefrühstückt. Eigentlich musste ich dringend Wäsche waschen, glücklicherweise war in der Damentoilette eine Waschmaschine aufgestellt. Nachdem sie für uns angeschlossen wurde, konnte ich für einen kleinen Obolus auch waschen.

Auch da haben wir den Nachmittag am Strand verbracht. Abends wollten wir dann endlich mal wieder duschen, aber leider gab es nur kaltes Wasser. Grrrrrrr, aber da mussten wir durch. Aber so ganz ansprechend waren die Duschen in dem Container nicht.

Abends haben wir in unserem Grill dann Wokpfanne ausprobiert. Auch das geht wunderbar und es war sehr lecker.

Obwohl wir für zwei Nächte gebucht und auch schon bezahlt haben, entschieden wir uns am nächsten Morgen weiterzufahren. Also alles wieder eingepackt und gewartet, bis der Platzwart kam. Ein anderes Ehepaar steigerte sich noch mehr in die schlechten hygienischen Zustände rein und hat ebenfalls reklamiert, so dass wir auch unser Geld für die zweite Nacht wiederbekamen.

Sie gaben uns auch den Tipp zum Stellplatz am Senftenberger See zu fahren und da wir recht früh unterwegs waren, hofften wir auch noch auf einen freien Platz. Wir hatten Glück und bekamen wohl den letzten Platz. Wir mussten etwas warten, da der Platz noch nicht frei war.

Ich bin in der Zwischenzeit mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren, da ich Brötchen holen wollte. Das war dann doch etwas weiter als erwartet, und als ich wiederkam, hatte Wim schon geparkt, aufgebaut und war dabei, den Tisch zu decken.

Hier nur mal zum Preisgefüge, beim Bäcker hab ich heute Morgen für 4 Körnerbrötchen und ein Stück Mohnkuchen 2,70€ bezahlt. Ja, das kann stimmen, der Mohnkuchen hat 1,05€ gekostet.

Da es immer noch sommerliche Temperaturen um die 30 Grad waren, wurde dieser Urlaub echt zu einem Strandurlaub. Wir genossen die Zeit am und im Wasser und auch hier war es wieder herrlich.

Sogar abends war es jetzt so warm, dass wir draußen sitzen konnten, auch wenn die Mücken fleißig zugestochen haben.

Am nächsten Morgen sind wir vor dem Frühstück schon das erste Mal im See baden gewesen. Den weiteren Tag haben wir auch wieder am Wasser verbracht und sind mindestens jede Stunde mal ins kühle Nass, so herrlich war das.

Am späten Nachmittag haben wir geduscht und uns für die Stadt fertig gemacht. Also ab mit den Rädern nach Senftenberg. Erst am Wasser entlang, dann an der Marina Richtung Marktplatz. In einem Café haben wir einen Cappuccino und einen Eiskaffee getrunken, sind noch etwas durch die Stadt, bzw. eine Einkaufspassage gebummelt. Dort auch mal scharfen Bautzener Senf bekommen.

TripAdvisor gab als Empfehlung das Restaurant Drogerie an, da haben wir draußen einen netten Tisch gekommen und zu Abend gegessen. Ein leckerer Aperitif, als Vorspeise ein Tartar, dann Tapas-Variationen und Seebarsch auf schwarzem Reis mit einer Flasche Weißwein… Wir haben es uns richtig gut gehen lassen.

Beim Bezahlen sind wir noch mit der Bedienung ins Gespräch gekommen, da es uns wunderte, dass hier im Restaurant niemand eine Maske trägt. Wir sind jetzt aber schon in Brandenburg und da sind die Regeln wieder anders als in Thüringen oder Sachsen.

Heute Abend war es so warm, dass wir auch dann noch am WoMo etwas draußen sitzen konnten.

Für den nächsten Tag, also der Donnerstag wurde ein richtiger Temperatursturz vorausgesagt. Und so war es auch. Obwohl die Sonne immer mal versuchte durchzukommen, war es morgens ca. 10 Grad kühler. Ich habe in der Stadt frische Brötchen und Aufschnitt geholt. Wim war trotz der frischen Temperaturen in der Zwischenzeit im See baden.

Für heute hatten wir uns eine Radtour vorgenommen. Es wurde zwar schon fast wieder Mittag, bis wir loskamen.

Erstmal ging es entlang des Senftenberger Sees. Der erste Stopp war an einem Aussichtsturm mit Blick auf den See und die Inseln im See, 177 Stufen rauf und wieder runter.

Nachdem wir ihn ¾ umrundet hatten, fuhren wir am Geierswalder See vorbei zum Sedlitzer See. Auf dem Weg war auch der Aussichtsturm  „Der rostige Nagel“, 164 Stufen rauf und wieder runter. Dort oben hatte man einen grandiosen Blick über die Seenplatte.

Weiter um den Sedlitzer See bis zum Großräschener See. Eigentlich wollten wir zwischendurch mal eine Pause machen und etwas trinken. Aber die Wege um die Seen waren überhaupt noch nicht fertiggestellt. Überall wurden noch an den Parkplätzen, Radwegen und Zufahrten gearbeitet und an irgendwelche Imbisse oder Cafés war gar nicht zu denken.

Erst am Großräschener See, in Großräschen gab es die IBA-Seeterrassen ,ein Besucherzentrum mit einem Selbstbedienungsrestaurant.  Also mal eine Portion Bockwurst mit Kartoffelsalat und einem Stück Pflaumenkuchen gegessen und ordentlich was getrunken.

An diesen Seen wirkte alles ein bisschen wie eine Geisterlandschaft. Da fehlt noch komplett die Infrastruktur. Leere Marinas, noch keine angelegten Strände, Schleusen, die noch auf Wasser warten. Ich denke, da wird sich die nächsten Jahre noch viel tun bis auch die Region komplett erschlossen wird.

Dann ging es zum Endspurt der letzten 15 km.

Insgesamt waren es ungefähr 55 km. Und Wim ist die gesamte Strecke komplett ohne Akku-Unterstützung von seinem Fahrrad gefahren.

An der Marina in Senftenberg haben wir uns zum Abschluss der Runde noch einen Eiskaffee, Ipanema und ein Stück Quarkkuchen gegönnt.

Den restlichen Tag haben wir ganz entspannt am bzw. im Wohnmobil verbracht, da es abends jetzt echt kühl war.

Hann. Münden

So langsam gingen unsere zwei Wochen zu Ende. Heute haben wir wieder alles eingepackt und uns gegen Mittag auf die erste Etappe Rückweg gemacht. Als Zwischenstopp war Hann. Münden geplant. Da es wirklich nur eine Übernachtung mit Stadtbesuch war, haben wir uns einen Parkplatz in fußläufiger Stadtnähe gesucht. Der war an einem großen Schulkomplex, da aber Wochenende war, mussten wir keine Sorgen haben, morgens von Schülerlärm geweckt zu werden.

Angekommen und direkt in die Stadt. Wir waren beeindruckt, Fachwerkhäuser ohne Ende. Auf dem Marktplatz war der Ratskeller und man konnte doch tatsächlich nochmal draußen sitzen. Wir haben uns erstmal einen Aperitif gegönnt, und uns auch entschieden, später dort zu essen. Dann weiter die Stadt erkundet, außerdem zum Tanzbrunnen, da fließen Werra und Fulda zusammen und bilden die Weser. Dort war auch ein Campingplatz, seltsamerweise war die Zufahrt über eine Brücke, aber mit einer Beschränkung von 3t. Allerdings waren Wohnmobile in allen Größen da, also spielte das wohl doch keine große Rolle.

Dann im Ratskeller, jetzt aber drinnen, lecker gegessen.

An der Werra entlang zurück zum Parkplatz. Auf dem Weg haben wir auch ein kleines Café gefunden, in dem wir am nächsten Morgen frühstücken wollten.

Punkt neun standen wir dann auch vor dem „Zimt & Zucker“ , bekamen einen schönen Tisch und haben uns verwöhnen lassen.

Vor dem Rathaus war samstags Markt, und so haben wir Obst und Gemüse geholt und bei einem Metzger Fleisch für abends zuhause.

Wim hatte heute ein Online-Webinar und den ganzen Tag Kopfhörer im Ohr. Trotzdem sind wir noch durch die Stadt gebummelt, bevor es endgültig nach Hause ging.

Den ganzen Rückweg bin ich dann auch wieder gefahren und am Nachmittag waren wir wieder in Ennepetal…und ich habe mit Wims Einweisung unser WoMo das erste Mal in die Einfahrt gefahren.

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